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Der Ausbau der Windenergie kommt in Hamburg trotz aller Bekundungen aus den Reihen des Senats nicht voran. Dabei wird die Notwendigkeit für einen beschleunigten Ausbau der Erneuerbaren Energien mit Blick auf die Klimakatastrophe immer offenkundiger. Nicht nur die bundesgesetzlich vorgeschriebene Ausweisung neuer Windenergieflächen vollzieht sich im Schneckentempo. Auch im Hafengebiet ist Stillstand angesagt. Darüber berichten zuletzt auch der NDR und das Hamburger Abendblatt erneut. (Foto: Thies Ibold)

Schon seit längerem unterstützt der Hamburger Landesverband des Bundesverbands WindEnergie e.V. (BWE) politisch im Rahmen der Planung neuer Windenergieanlagen. Zu den notwendigen Antragsbesprechungen mit den Behörden ist es bislang dennoch nicht gekommen. „Wir würden gerne wissen, warum es im Hafen nicht vorangeht“, sagt der BWE-Landesvorsitzende Dr. Axel Röpke und fügt hinzu: „Wir wollen unsere Energieerzeugung nachhaltig umstellen, aber still ruht der See bei diesem Thema“. Gesprächsanfragen an den Ersten Bürgermeister wurden bisher ignoriert. Nun hat sich neben dem NDR auch das Hamburger Abendblatt der Sache angenommen:

Zwar sind einige Hemmnisse in den letzten Jahren abgearbeitet worden (etwa das Thema Flugsicherheit). Auch beim Vogelschutz hat es Untersuchungen gegeben und viele Daten-Analysen liegen seit Jahren vor, so Röpke beim NDR, doch die Umweltbehörde bremst.

Für den BWE ist der Artenschutz ein wichtiges und zu beachtendes Thema. Das hat der Verband z.B. im laufenden Verfahren zur Ausweitung von Windenergieeignungsflächen betont. (Siehe Link unten) Auch mit Bezug auf Seeadler haben der BWE und seine Mitglieder entsprechend reagiert. (siehe u.a. hier bei der Bergedorfer Zeitung (Seeadler ziehen Küken groß) und hier beim NDR: „In den Vier- und Marschlanden brütet erstmals überhaupt ein Seeadler-Pärchen – ganz dicht neben einem Windpark“, siehe auch Youtube).

Aber bei den in Rede stehenden Zugvögeln und dem Artenschutz geht es nicht um jeden einzelnen Vogel, sondern um eine Bewertung der Folgen für die Art insgesamt. Und es gilt auch zu beachten, dass die Windenergie aufgrund der Klimakrise inzwischen als „im überragenden öffentliches Interesse“ in der Interessenabwägung gesetzlich priorisiert ist – offenbar nur nicht in Hamburg. „Letztendlich reden wir hier über Windkraft in einem Industriegebiet“, macht Röpke klar und fordert: „Es müssen jetzt endlich mal die klaren Umsetzungsmaßnahmen kommen, die der Senat und auch der Bürgermeister immer wieder angekündigt haben.“

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