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Obwohl die Klimafolgen immer deutlicher werden und die Hitzewellen des letzten Sommers tausende Todesfälle allein in der Bundesrepublik zur Folge hatten, droht eine Blockade ausgerechnet bei einem der wichtigsten Gegenmittel: Der Windenergie. Während im Bundestag Gesetzentwürfe beraten werden, die die Erneuerbaren ausbremsen, geht es in Hamburg seit Jahren nicht mehr voran. Dr. Axel Röpke und Jens Heidorn vom Vorstand des Hamburger Landesverbandes im Bundesverband WindEnergie e.V. (BWE) warnen vor den möglichen Folgen dieses Stillstands.

Klimakrise fordert mehr Tempo 

„Der Senat und die Behörden in Hamburg müssen mehr Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren machen. Es braucht auch in einem Stadtstaat wie Hamburg das deutliche Signal: Die Folgen der Klimakrise sind für Mensch und Umwelt eine Katastrophe und wir haben keine Zeit zum trödeln: Natur- und Artenschutz ja, aber so, dass die Windenergie in Hamburg nicht ausgebremst wird.

Gegenüber der Bergedorfer Zeitung machte Jens Heidorn vom Hamburger Landesvorstand des BWE zuletzt klar: Wenn es so weiterläuft, wie bisher vorgesehen, dann werden neue Windenergieanlagen in den bereits bestehenden Eignungsgebieten frühestens ab 2037 in Betrieb gehen. (26.9.2026, siehe hier auch hier online)

Flächen- statt Zubauziele

Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass alle Bundesländer Windenergieflächen ausweisen müssen. In Hamburg müssen nur 0,5 Prozent der Landesfläche (ohne Hafengebiet) entsprechend festgelegt werden. Dabei steht für die Behörde für Stadt­ent­wick­lung und Woh­nen (BSW) aber offenbar nicht der Ausbau der Windenergie im Focus, sondern lediglich die Nennung von Flächen. Heidorn in der BZ: „Ihr geht es um „Flä­chen­ziele“ statt um „Zubau­ziele“. Er verweist darauf, dass die derzeit vorgelegten Pläne und Vorschläge der Behörde das Potenzial für neue Windenergieanlagen nur in geringem Umfang ausschöpfen und z.B. für Altanlagen sogar das Repowering verhindern würden.

Mehr Windenergieanlagen in Hamburg und im Hafen

Und, so der Hamburger BWE Vorstand: Angesichts der massiven Klimafolgen als Ergebnis einer fossilen-nuklearen Energiepolitik wäre es durchaus sinnvoll zu prüfen, in Hamburg weitere Flächen als nur das gesetzliche Mindestmaß für den Ausbau der Windenergie zu prüfen. Dabei muss endlich auch im Hamburger Hafen die Blockade überwunden werden. Der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und der rot-grüne Senat in Hamburg hatten sich wiederholt geäußert, den Ausbau der Windenergie auch im Hafengebiet voranbringen zu wollen. Unternehmen, die neue Anlagen im Hafen bauen wollen, stehen längst bereit.